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TU Berlin

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Start der neuen Vortragsreihe am 30.10.2018

Lupe

Am 30.10.2018 startet wieder unsere Vortragsreihe mit spannenden Themen und Menschen, die Ihre Arbeitsweise mit Herausforderungen schildern. Anhand ausgewählter Hochbauten wird so die Philosophie und der Umgang mit nicht nur technischen Aufgabenstellungen angesprochen. 

Ziel dieser Vortragseihe ist es auch diesmal, aktuelle, wichtige und interessante Themen des Konstruktiven Ingenieurbaus zu diskutieren und dabei Ingenieure und Baufirmen sowie unsere Studierenden zusammenzubringen und zu vernetzen.

Start der Vortragsreihe am 24.04.2018

Lupe

In Kürze startet wieder unsere Vortragsreihe mit spannenden Themen und Menschen, die Ihre Arbeitsweise mit Herausforderungen schildern. Anhand ausgewählter Hochbauten wird so die Philosophie und der Umgang mit nicht nur technischen Aufgabenstellungen angesprochen. 

Ziel dieser Vortragseihe ist es auch diesmal, aktuelle, wichtige und interessante Themen des Konstruktiven Ingenieurbaus zu diskutieren und dabei Ingenieure und Baufirmen sowie unsere Studierenden zusammenzubringen und zu vernetzen.

Flyer zum Download als PDF

 

 

Ohne Statik keine Dynamik - Büro Dr. Binnewies im Kolloquium

Dienstag, 03. Juli 2018

Lupe

 

Die Hochbaukultur Reihe schloss für dieses Semester mit einem imposanten Vortrag der Ingenieure Stephan Schmidt und Werner Nagel vom Ingenieurbüro Dr. Binnewies aus Hamburg. Es ergab sich ein lebhafter Einblick in das Wirken eines Tragwerkplaners architektonisch herausragender Hochbau-Projekte.

Geschäftsführer Herr Schmidt und Projektleiter Herr Nagel gaben zunächst einen Überblick der verschiedensten Aufgabenstellungen, die Ihnen in Ihrer Praxis begegnen, um dann drei Bauvorhaben detaillierter vorzustellen. Dabei wurde neben den technisch, statischen Herausforderungen ein starker Fokus auf die Vermittlung der darüber hinaus gehenden Anforderungen an den Ingenieur gelegt. Die Beratung und Mitwirkung in Entwurfsprozessen der Architektur wurde glaubhaft als große Bereicherung vorgestellt, bei der aber das Handwerkszeug der Statik unverzichtbar ist.

Die Planung der Hafencity Universität mit seinem sehr differenzierten Anforderungs- und Nutzungsprofil und einer gleichzeitig tlw. raumgreifenden Architektur diente als Beispiel für eine komplexe Planung mit vielen statischen Besonderheiten. Was u.a. die Planung an einem tideoffenen Standort bedeutet, war aus Berliner Sicht sicherlich ein Gewinn neuer Perspektiven. Auch die Unwägbarkeiten mit den dazu gehörenden schlaflosen Nächten wurden nicht verschwiegen und die Bedeutung der Motivation angesprochen: „Es ist wichtig, dass man sich mit seinen Aufgaben identifiziert“.

An der Binnenalster stellte der Bau der Europa-Passage die Planer insbesondere bzgl. der Ausbildung der Baugrube vor große Herausforderungen. Ein Baukörper, der unter der Erde ein ebenso großes Volumen wie oberirdisch aufweist, sollte inmitten eines unmittelbar angrenzenden Bestandes entstehen. Variantenstudien, planerische Wagnisse und speziell entwickelte Detaillösungen führten zu einer am Bestand schadensfreien Ausführung des Büro- und Gewerbegebäudes.

Abschließend erfuhren die ZuhörerInnen, wie es sich anfühlt, wenn bereits über 100 Jahre tragende Stützen freigeschnitten werden und ein kompletter Wasserturm auf der berechneten Abfangung rissfrei ruhen soll. Der Umbau des im 1913 errichteten Mauerwerk- und Eisenbetonbaus beheimateten Planetariums im Hamburger Stadtpark gab einen nahen Einblick in die entwurfsbegleitende Planung eines Tragwerksplanuners im Bestand.

Da die vorgesehene Vortragszeit eng bemessen ist für so viel Leidenschaft an der Arbeit, waren sich am Ende alle einig, dass es in den kommenden Vortragsreihen eine Fortsetzung geben müsse.

 

 

Prof. Akkermann beeindruckte im Kolloqium mit ganz neuen Dimensionen

Mittwoch, 20. Juni 2018

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Herr Prof. Dr.-Ing. Jan Akkermann, geschäftsführender Gesellschafter bei Krebs+Kiefer Ingenieuren und Professor an der Hochschule Karlsruhe, stellte zwei herausragende Ingenieurbauwerke vor, an denen er maßgeblich mitwirkte.

Über einen geschichtlichen Abriss der Entwicklung von Schiffshebewerken und deren unterschiedlichen Funktionsweisen führte Herr Akkermann das Auditorium zur heute dominierenden Bauweise, die dem Prinzip des Personenfahrstuhls ähnelt. Die im Vortrag durchgehend nur schwer vorstellbaren Größenordnungen der bewegten Massen und Bauteilabmessungen unterstrichen den Titel ‚Megafahrstühle‘ deutlich.

Es wurde die Konstruktion des Schiffshebewerkes Niederfinow von der Gründung bis zur Hebevorrichtung vorgestellt. Dem Bauingenieur nicht alltäglich begegnende Elemente aus dem Maschinenbau, wie der Mutterbackensäule, wurden vermittelt. Waren schon bei diesem Bauwerk die Dimensionen beeindruckend, wurden diese vom Bauvorhaben des Schiffshebewerkes an der Drei- Schluchten- Staumauer am Yangtse  nochmal deutlich übertroffen.

Neben der Vermittlung der Tragkonstruktion bekamen die ZuhörerInnen einen Einblick in die Berufspraxis, z.B. in der statischen Modellierung großer Systeme oder der Ausbildung von Detaillösungen zur Einhaltung der zulässigen Toleranzen des Maschinenbaus von wenigen Millimetern. Spannend waren auch die Anekdoten zur von Europa abweichenden Planungskultur in China.

Im Zusammenhang mit den vorhergehenden Rednern der Hochbaukultur-Reihe wurde das breite Tätigkeitsfeld des Bauingenieurs an diesem Abend sehr deutlich.

 

 

Uwe Seiler begeistert im Kolloquium mit Naturbaustoffen

Mittwoch, 06. Juni 2018

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In einem erfrischend offenen Vortrag brachte Dipl.-Ing. Uwe Seiler dem Auditorium das Bauen mit Naturbaustoffen anhand von zahlreichen Projekten seines Büros ZRS Ingenieure nahe.

Den Büroauftakt bildete vor 15 Jahren die Planung Deutschlands ersten Einfamilienhauses in Stampflehmbauweise seit den 1950er Jahren. Der Umgang mit Naturbaustoffen stellt seitdem einen wesentlichen Kern der Tätigkeiten von ZRS dar. Dabei ist der Zusammenschluss von Ingenieuren und Architekten, das gegenseitige Befruchten über die Fachplanungsgrenze hinaus, seit Anbeginn Grundhaltung im Selbstverständnis des Büros.

Der Umgang mit wenig normativ geregelten Materialien, wie Bambus und Lehm, stellt die Ingenieure von ZRS immer wieder vor Herausforderungen, die nicht selten eigener experimenteller Voruntersuchungen im Originalmaßstab bedürfen. So mündete das Wirkungsfeld des Büros über die Jahre in einem breiten Leistungsspektrum von Planung, Beratung, Forschung und (Lehmbau-) Normung bis hin zur Lehre.

Der Bau einer Schule in Pakistan aus Bambus, versch. Stampflehmbeispiele, wie bei der Alnatura-Zentrale in Darmstadt, oder der mehrgeschossige Neubau der Flexim Firmenzentrale in Holz-Hybdribauweise veranschaulichten dabei die Büropraxis bildreich. Besonders die Sanierung des berühmten Palastes al Mushatta in Jordanien aus dem 8. Jh. zeigte die möglichen Dimensionen des Werkstoffes Lehm.

Uwe Seiler vergaß bei seinen Ausführungen nicht zu betonen, wie wichtig für die Ingenieurpraxis und bei den vorgestellten Projekten die Ingenieurgrundlagen über Naturbaustoffe hinaus sind! Im Anschluss ergaben sich bei Wein und Brezeln noch in den Abend hinein Möglichkeiten der Fragen und Diskussionen um die nicht ganz alltäglichen natürlichen Materialien.

 

 

50 Hertz Netzquartier - Das erste seiner Art

Dienstag, 22. Mai 2018

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Herr Dipl. Marcus Fourmont von Inros Lackner aus Rostock stellte als verantwortlicher Tragwerksplaner das von LOVE Architekten entworfene Gebäude 50 Hertz Netzquartier, der Hauptzentrale des Netzbetreibers 50Hertz in Berlin, vor.

Einleitend wurde die Firma Inros Lackner vorgestellt. Immer auf der Suche nach jungem Ingenieurnachwuchs wurde das vielfältige Leistungsspektrum des Unternehmens vom Wasser- und Infrastrukturbau bis hin zur Gebäudeplanung ebenso dargestellt, wie auch die Standort- und Projektverteilung auf der Welt von Afrika bis in den südostasiatischen Raum mit dem Firmenhauptsitz in Rostock.

Es wurde das erstmals von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) mit Diamant ausgezeichnete Gebäude aus Sicht des konstruktiven Ingenieurs über alle Leistungsphasen vorgestellt. Bei der Beschreibung des 14-geschossigem Hochhauses  ergaben sich tiefe Einblicke in das Aufgabenfeld eines Tragwerksplaners.

Anhand von Besonderheiten, die sich u.a. aus einem außenliegenden Tragwerk ergaben oder über die Einstufung eines Gebäudeteils als systemrelevant, wurden von der Modellbildung bis hin zur Detailierung die begangenen Lösungswege aufgezeigt. Der Vortag schlug eine gute Brücke zwischen der universitären Lehre und deren Umsetzung in die konstruktiven Herausforderungen der Berufspraxis.

 

Geschichten von Mut und Innovation - Holzbauprojekte von Hess Timber

Dienstag, 08. Mai 2018

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Das aus einer kleinen Zimmerei hervorgegangene Unternehmen Hess Timber hat sich inzwischen weltweit einen Namen gemacht für die komplette Realisierung, d. h. Planung, Produktion und Montage, anspruchvollster Holztragwerke.

Nach kurzer Zusammenfassung der 140-jährigen Firmengeschichte stellte der bemerkenswert jung wirkende Geschäftsführer Herr Rensteph Thompson in ungewöhnlich frischer und mitreißender Art einige der zuletzt ausgeführten Prestigeprojekte vor.

Darunter befinden sich u. a. das Kulturzentrum „La Seine Musicale“ und das „Museum Fondation Louis Vuitton“ in Paris sowie die Vordächer für den „D1 Tower“ in Dubai. Bei all diesen Beispielen handelt es sich um komplizierte (Gitterschalen-)Freiformgebilde aus ein- bis zweifach gekrümmten Brettschichtholzelementen, die jeweils den Einsatz neuartiger, unerprobter Technologien erforderten.

 

 

Auftakt des Kolloquiums zum Thema Faserverstärkte Keramik

Dienstag, 24. April 2018

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In einem hoch interessanten Vortrag präsentierten Herr Dr. Matthias Pfalz und Herr Dipl.-Ing. Andreas Ehrlich die aktuellen Möglichkeiten im Bau mit faserverstärkten Kunststoffen.

Zu Beginn wurden gestalterisch und technisch anspruchsvolle Fassadenelemente am Beispiel des Walbrook Buildings (London), der Elbphilharmonie (Hamburg), des Agros (Graz) und weiterer Projekte vorgestellt.

Im Anschluss folgte eine ausführliche Erläuterung zur Entstehung der Nachhallgalerie in der Staatsoper Berlin. Es wurde der komplexe Prozess der Entwicklung, Herstellung und bauaufsichtlichen Zulassung der rautenförmigen und doppelt gekrümmten Struktur aus der erstmals als Strukturelement eingesetzten faserverstärkten Keramik erklärt.

 

 

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